Mittwoch, 30. September 2015

TV Beitrag über unser CACIL Coursing in Galtür am 12.9.2015

Wie bereits gestern angekündigt will ich Euch den TV Beitrag über unser CACIL Coursing in Galtür am 12.9.2015 nicht vorenthalten. Noch dazu sind wir vom ÖGV-TWSV sehr stolz darauf! Sieht man doch sehr gut, welch tolles Gelände uns in Galtür zur Verfügung steht - nicht umsonst laufen bei uns die Besten der Besten!

Lucky unter WEISS mit Gordon Isis Wind unter ROT


Und hier der TV-Beitrag:


Herzlichen Dank an TopDestination.tv für diesen wirklich tollen Beitrag!!!

Übrigens tolle Fotos vom Coursing sind auf unserer HP zu finden, vielen Dank an Silvia Riemer für ihren fotografischen Einsatz:-)

Alle Ergebnisse sind HIER zu finden!

Dieses Jahr hatte der Wettergott ein Einsehen, es war einfach traumhaft. Lucky wurde - wie bereits gestern erzählt- Sieger in der Nat. Seniorenklasse. Ein  gelungener Coursing-Tag mit sehr schönem Ausklang am Abend nach der Siegerehrung im Huber Stadl des Hotel Wirler Hof, wo wir den Tag Revue passieren ließen und rundum zufrieden waren:-) So soll Coursing sein, nicht umsonst ist das Motto unseres Vereins "Coursing beim TWSV ist Coursing MIT und BEI Freunden". In diesem Sinne freuen wir uns auf das Schneecoursing 2016, Termin: 16. Jänner 2016! Bitte vormerken, es wird mit der Endlosanlage von Urs Hunziker gezogen, d.h. es gibt keine Wartezeiten, was natürlich im Winter bei Schnee und Kälte ein sehr großer Vorteil ist.

Morgen werden wir ein wenig wehmütig in Urlaubserinnerungen schwelgen, denn mittlerweile ist es Herbst geworden bei uns, Lucky zog heute das erste Mal sein Outdoor Shirt an:-)



Dienstag, 29. September 2015

Es gibt wieder News von uns:-)

Es ist eine Schande. Wir haben monatelang nichts geschrieben. Nicht weil es nichts zu schreiben gab. Aber es war eben nicht die Zeit dafür. Und es fehlte mir ehrlich gesagt auch die Motivation, da Lucky nicht gesund war - obwohl genug zum Erzählen hätten wir ja gehabt. Wir werden es jetzt Zug um Zug nachholen:-)

Luckys Sturz in Mistelbach im Frühjahr und dann noch das Coursing im April hat seinen Zustand verschlimmert. Im Sommer waren wir dann, da wir unsere Freunde des Greppiner Rennvereins in Deutschland besuchten und Lucky immer wieder Schmerzen zeigte (die vom Tierarzt mit Tabletten eingedämmt aber nicht geheilt wurden) bei einer Physiotherapeutin in Leipzig. Danke an dieser Stelle auch nochmals an meine Freundin Regina Rahms, die mir den Kontakt vermittelt und mich auch zweimal nach Leipzig begleitet hat.

Und ein riesiges Danke an Mandy Liebner (zert. Tierphysiotherapeutin) aus Leipzig - http://www.tiervital.info/ - für das Gesundmachen von Lucky. Wir waren gesamt 14 Tage an der Goitzsche und haben die herrliche Halbinsel Pouch und den See wieder sehr genossen, da Lucky sich schonen sollte, waren wir immer alleine unterwegs.


Lucky an der Goitzsche
Lucky auf der Halbinsel Puch, wo 2013 die Coursing EM stattfand.
 Hier steht Lucky am ehemaligen Parcours 1 der Whippets:-)

Bedingt durch die Hitze war dann auch Zuhause keine Aktivität und in Galtür bei unserem CACIL Coursing am 12.9.2015 lief Lucky wieder sein erstes Coursing nach fünfmonatiger Pause - erstmalig in der Seniorenklasse.

Es war einfach unfassbar, er war wie ausgewechselt, wild danach zu jagen und richtig "heiss" auf Coursing. Seine beiden Läufe waren auch wirklich super, nicht, weil mir da die Objektivität fehlt, sondern weil es so war. Er war wieder back! Mit seinen nun sieben Jahren fegte er über den Parcours und gewann auch wirklich verdient. Wobei das für mich nicht wichtig war - wichtig war, dass er hinterher noch immer fit war und auch heute ist und wieder schmerzfrei laufen kann. Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk!

Lucky begleitete in Galtür Gordon Isis Wind von Fam. Bozik bei seinem Abschiedslauf. Gordon lief damals 2010 als Laufpartner bei Luckys erstem Coursing mit ihm in Niederabsdorf und nun begleitete Lucky ihn bei seinem letzten Coursing in Österreich. Es ging mir sehr zu Herzen., denn Gordon und Lucky sind so oft miteinander gelaufen und haben auch immer gezeigt, was für tolles Laufduo sie sind. Eine Ära geht mit Gorson Isis Wind zu Ende, wir wünschen ihm eine wunderschöne Pension und werden diesen tollen Whippetrüden nie vergessen!

Alle Fotos von Silvia Riemer, Danke nochmals dafür:

Wo ist das Hasi?

Lucky unter Rot, Gordon Isis Wind unter Weiss






Wie immer mit Gordon Isis Wind ein fantastischer Lauf der beiden Whippets!

Nun werde ich weiter die letzten Monate aufarbeiten und im nächsten Beitrag werde ich Euch einen tollen TV Beitrag über unser Herbstcoursing in Galtür zeigen. Bis dahin Danke dass Ihr immer wieder auf meine Seite geschaut habt, obwohl sich dort nix getan hat:-) Jetzt gibt es wieder News von Lucky, versprochen!





Dienstag, 24. März 2015

Coursing-Saisonstart in Mistelbach

Nun hat sie wieder begonnen, die Coursingsaison. Doch ob wir mit von der Partie sind war bis knapp vor dem ersten Coursing in Österreich nicht sicher.

Lucky hat sich doch eine Knochenabsplitterung im Frühjahr letzten Jahres bei einem Crash mit seinem Laufpartner in Brünn zugezogen und nachdem er im Juli wieder „gesund geschrieben“ wurde, war im Oktober dann das Bein wieder ein Problem für ihn. Ab da war Schonung angesagt und wir zogen das auch rigoros durch. Keine Rennbahn, kein Schneecoursing – absolut nichts! Und das von Ende Oktober bis letztes Wochenende!

Einen Tag vor Meldeschluss war ich mit Lucky bei Dr. Schlemmer und ließ ein Kontrollröngten machen. Er verglich es mit dem letzten Röngten vom Juli und meinte, es sehe besser aus, wäre „ruhiger“ geworden. Er meinte damit die Überbeinbildung um das abgesprungene Knöchelchen. Also eine positive Nachricht. Doch allerdings machte er mich darauf aufmerksam, dass Luckys Bein nun nicht mehr „neu“ ist und wenn er wieder mal hinkt kann dies durch die Sehne an diesem Bein hervorgerufen werden. Aber er könnte seiner Meinung nach wieder laufen. Und so meldete ich ihn noch schnell für das CACIL Coursing des FCW am 22.3.2015.

Leider waren nur 4 Rüden gemeldet, es wurde also gemischt -  Hündinnen und Rüden - gelaufen. Es waren zwei Rüden aus Luckys Kennel am Start – Silly und Jaguar Tisza-parti Szélvész. Ebenfalls gemeldet war Fierce Fireball Banzai, ein junger Rüde mit großem Potential von Monika.  Irgendwie verloren standen die vier Jungs der Übermacht an Whippet-Hündinnen gegenüber, vor allem da waren die wirklichen Kracher am Start. Also mir war sowieso von Anfang an klar, da gewinnen wir keinen Blumentopf!

Lucky lief im 1. DG gegen Jaguar Tisza-parti Szélvész, leider riss das Seil, wo Lucky Jaguar gleich klar machte, wem der Hase gehört, worauf dieser ohne weitere Diskussion mit Lucky zu Mama gelaufen kam während Lucky auf dem Hasen stehen blieb, selbst als ich ihn rief war ihm das egal. Es könnte ja jemand sein Hasi stehlen. Mir hat das sehr gut gefallen, denn zeigte es mir doch, dass er dem Hasi keine Chance gibt, selbst wenn es sich tot stellt, er ließ Beute nicht Beute sein sondern bewachte diese! Brav gemacht! Es gab einen Neustart - und dann bei einem 90 Grad Winkel wurde der Hase für Lucky viel zu knapp gezogen, Lucky versuchte eine rasante Wendung auf einem Bein (wenn es gelungen wäre ein Bravourstück) und rutschte aber leider auf dem etwas nassen Untergrund, der mit Häckselabfällen bedeckt war, aus und stürzte wirklich schwer. Mir ist die Luft weggeblieben. Nicht Lucky, schoss es mir durch den Kopf, nicht wieder Lucky, hat sein Bein gehalten? Ehrlich gesagt – ich habe es schon gebrochen gesehen. Ich sammelte Lucky am Kill ein und trug ihn ein Stück weg, dann durfte er wieder selber laufen. Sah gut aus, einige Freunde beobachteten Lucky als ich auf und ab lief, und auch ich sah, es war alles ok. Zumindest jetzt. Nach dem Auslaufen (das leider für einige Teilnehmer nicht selbstverständlich ist und auch nicht gemacht wird – genauso wenig wie das Aufwärmen)  kam Lucky ins Auto um zu ruhen, 45 Minuten später holte ich ihn raus um nochmals zu überprüfen, ob das Bein gehalten hat. Denn oft treten die Beschwerden erst nach einer Ruhephase auf. Doch alles ok, mir fiel ein Stein von Herzen, er lief völlig rund und war unversehrt. Einzig seine Einstellung an diesem Tag zur Hasenjagd war nicht gerade optimal, er zeigte bereits im Vorfeld keine riesige Freude, machte eher einen gelangweilten Eindruck und verhielt sich mehr als ruhig. Gut, er bekam Bandagen verpasst, die er nicht gewohnt war und ich glaube, das ging ihm schwer gegen den Strich und vermieste ihm den Tag ordentlich. Er lief gut aber eben nicht so, wie er eigentlich laufen könnte. Bis auf seine geschickten Hakenschläge und Laufeinkreuzungen, da zeigte er wieder was er drauf hatte. Nun, geholfen hat es nicht viel, aber wie immer ist das Ermessenssache der Richter und wie bereits gesagt, Blumentopf war sowieso keiner zu holen.

Leider war es ziemlich kalt an diesem Tag, der Wind blies mehr als unangenehm, Lucky schlief selig im Auto in warme Decken gehüllt während ich auf und ab lief um nicht zu erfrieren.

Im 2. DG lief er mit Tisza-parti Szélvész Silly, seinem Kennelverwandten. 

Lucky unter ROT
Silly unter WEISS






Lucky

Wie immer mit Silly ein Gemetzel am Hasen


Dieser Lauf beider Hunde war für mich völlig unentschieden und absolut unspektakulär – diesmal kam Lucky ohne Sturz ins Ziel! Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er nicht alles gegeben hat, denn er hechelte nicht mal, was auch Eva sofort bemerkte. Sicher, er hat ca. 1,4 kg weniger als im Vorjahr aber dass er so gar nicht außer Atem war und auch kein Wasser trinken wollte, verwunderte mich doch sehr. Irgendwie war das nicht sein Tag – und er hatte so gar keinen Bock auf Nichts.

Noch ein paar Sätze über das Gelände. Die Wiese war wirklich ok, der Parcours war top und anspruchsvoll und vor allem sehr lang, 920 m wie bei der Siegerehrung verkündet wurde. Und nicht verkürzt bei den Whippets und Windspielen. Aber dafür flach. Leider lag das Gelände neben der Hauptstraße, die Autos konnten innerhalb des Zaunes nur in Zweierreihe parken und die erste Reihe hatte direkte Sicht auf das Coursinggelände. Was mich und auch viele andere nervte, war der Straßenlärm, den jede Menge Autos brausten andauernd vorbei. Auch etwas mühsam war, dass immer wieder Teilnehmern die Hunde aus kamen und aufs Feld liefen, was natürlich wieder zu Verzögerungen führte. Da eben das Wetter nicht gut war, kam uns jede Minute , die es länger dauerte, in der Kälte wie eine Stunde vor. 

Und zu guter Letzt nervten die Leute so richtig, die statt ihre Hunde aufzuwärmen sie am Coursingfeldrand eine halbe Stunde zusehen ließen, wobei sich diese die Seele aus dem Leib schrien und wie verrückt bellten – sehr unangenehm für die Teilnehmer, die ihre Hunde aufwärmten und dabei dort auf- und ablaufen mussten, denn ausweichen konnte man nicht aufgrund des geringen Platzangebotes. Denn nichts braucht man als Teilnehmer weniger als Hunde, die den eigenen Hund durch ihr hysterisches Gebelle verrückt machen. Ein absolutes „Daumen unten“ für diese Teilnehmer – ab auf die Schulbank und bitte Nachhilfe nehmen in Sachen „Richtiges Verhalten beim Coursing“ !

Schöne Läufe gab es auch bei den Schauläufen zu sehen, vor allem der Whippetrüde Fierce Fireball Crybaby von Monika konnte sich den 2. Platz von 10 Hunden erlaufen (das wird mal ein ganz großer Courser), die Whippet-Hündin Risa-Chans Honey Bee wurde Dritte in diesem Feld. Ich freue mich für sehr für Monika und Elisabeth!

Fierce Fireball Crybaby "Kamikaze"

In der Coursingklasse schaffte es Lucky im Endeffekt auf den vorletzten Platz (11.), Jaguar wurde Letzter (12.), Silly schaffte es auf Platz 8. Und einzig Fierce Fireball Banzai hat die Ehre der Whippetrüden erfolgreich verteidigt und kam als 5. in die Platzierung! Herzlichen Glückwunsch ebenfalls an Monika, die mit ihren beiden Rüden sehr erfolgreich war!


Hier die stolze Siegerin des gemischten Whippetfeldes: Balifail Caro von Marta – Herzlichen Glückwunsch nochmals an dieser Stelle. Tolle Leistung in diesem wirklich starkem Feld von 8 Hündinnen und 4 Rüden! Und tausend Dank auch an Marta für die tollen Fotos. HIER geht es zur gesamten Fotostrecke!

Die stolzen Sieger!

HIER sind die Gesamt-Ergebnisse nachzulesen und HIER die der Schauläufe.

Die detaillierten Punkte aller beiden Durchgänge sind AUF DER HP DES FCW zu finden.

Die Richter waren Tamas Pagany aus Ungarn und Marina Orlova aus Russland.

Eine Frau für alle Fälle ist Nici, diesmal hat sie den Hasen ausgelegt und am Samstag beim Training auch noch tolle Fotos geschossen, die man HIER findet. 

Multitalent Nici:-)

Ich habe mich gefreut, viele liebgewonne Freunde nach der Winterpause wieder zu sehen und auch einige interessante Gespräche kamen zustande. Ein gelungener Coursingtag neigte sich dem Ende zu. Um 18.30 Uhr saß ich zitternd vor Kälte im Auto Richtung Heimat. Ich war glücklich, dass Lucky unverletzt geblieben ist und zwei solide Läufe absolvierte. Das ist viel mehr, als ich mir im Herbst vergangenen Jahres erhofft hatte. Nun sehe ich wieder positiv in die Zukunft, obwohl natürlich Lucky mit 6,5 Jahren gegen die Jugend (zumindest gegen einige der jüngeren Hunde) nicht mehr allzu viel Chancen hat. Aber das ist der Lauf der Welt, jetzt sind die Jungen an der Reihe sich zu beweisen, denn Lucky hat sowieso alles erreicht, was erstrebenswert war in seiner Karriere. Außerdem haben wir gar keinen Platz mehr für weitere Pokale (*zwinker*).


Am 19. April findet das zweite Coursing des FCW amSpitzerberg statt, dort wo Lucky 2010 Coursinglaufen lernte. Und er wird wieder dabei sein. Und ich freue mich so sehr, dass auch sein Sohn Billi-Banu de Lobito Azul an den Start gehen wird! Es wird Billis erstes Coursing mit Lizenz. In ihm wird Lucky, wenn er nächstes Jahr in Pension geht, weiter über die Coursingfelder laufen...

Montag, 9. März 2015

Zum Thema Geld: Hunde sind gut für unser Staatsbudget!

Hier ein Auszug aus einem Artikel von netzfrauen.org (August 2013) wo man lesen kann, wie wichtig unsere Hunde doch für das Staatsbudget sind! Vielleicht sollte der Gesetzgeber mal umdenken und Hunde nicht als Kostenverursacher sondern als Geldbringer sehen!

Hundehaltung in Österreich ist gut für`s Budget

Jährlich 150 Millionen Euro Ertrag für den Finanzminister – ganz schön fett!

Im Jahr 2004 wurden mit Hundhaltung in Österreich 340 Millionen Euro umgesetzt. Die Ausgaben pro Hund belaufen sich somit auf über 600,- Euro pro Jahr. Auch die öffentliche Hand profitiert massiv davon. Jeder Hundehalter zahlt netto im Schnitt mehr als 340,- Euro ins Budget, analysiert die Consultingfirma Kreutzer, Fischer & Partner in Wien.

Die öffentliche Diskussion zum Thema Hund pendelt zwischen Abneigung und Verniedlichung. Der Gesetzgeber sieht Hunde zunehmend als Gefahr (Stichwort “Leinenzwang”) oder als Kostenverursacher (Stichwort “Hundekot”). Zumindest letzteres entspricht nachweislich nicht der Realität. Denn für die Beseitigung von Hundekot werden bundesweit jährlich nicht mehr als 5 Millionen Euro aufgewendet. Dem gegenüber stehen Einnahmen aus der – nicht zweckgebundenen – Hundeabgabe von knapp 9 Millionen.
Abgesehen davon sichert die Hundehaltung in Österreich direkt oder indirekt jährlich 5.600 Arbeitsplätze in der Sachgüterproduktion genauso wie im Handel, in der Ärzteschaft und bei Vereinen. Allein die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer für Hundeprodukte beliefen sich 2003 auf rund 60 Millionen Euro, insgesamt beliefen sich die Staatseinnahmen aus der Hundehaltung im letzten Jahr auf gut 160 Millionen Euro. Auf der Ausgaben-Seite betragen die Kosten für die Errichtung und Pflege von Hundezonen, Straßenreinigung und Spitalskosten in Folge von Hundebissen in Summe gerade mal 11 Millionen Euro – also ein gutes Geschäft für Vater Staat.

In der Tat ist die Hundehaltung ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor. In Österreich leben zur Zeit rund 557.000 Hunde in 472.000 Haushalten. Seit 1997 ist die Anzahl der Hunde um 14 % gestiegen. Der Umsatz aus der Hundehaltung beträgt 2004 – inklusive der 8,6 Millionen Euro Hundeabgabe – voraussichtlich 350 Millionen Euro und wächst deutlich rascher als die Gesamtwirtschaft. Im Jahr 2003 (Gesamtumsatz 322 Millionen Euro) entfielen etwa 52 % des Umsatzes auf Tiernahrung (Euro 167 Mio.), rund 18 % (Euro 59 Mio.) auf Tierärzte und 13 % (Euro 43 Mio.) auf Tierartikel. Der Rest wird mit Hundezucht (8 % bzw. Euro 27 Mio.) sowie von Versicherungen, Vereinen, Hundeschulen etc. erwirtschaftet. Der Anteil der Hundeabgabe an den Ausgaben beträgt gerade mal 3 %.

Lucky und seine Freunde sind ein
 "gutes Geschäft" für Vater Staat


Donnerstag, 26. Februar 2015

Aus traurigem Anlass...

In letzter Zeit häufen sich die Horrormeldungen. Es werden fast täglich Berichte veröffentlicht, wo Hunde von feigen Tätern vergiftet werden. Oder im eigenen Garten angeschossen -  wie unlängst in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt passiert. Man liest es mit Entsetzen, bekommt Gänsehaut und hofft, dass einem selbst und vor allem seinem vierbeinigen Freund dies erspart bleibt. Dann blättert man weiter und denkt/hofft  "...uns passiert das sicher nicht…uns nicht…“.

Doch gestern ist dieses Denken sehr ins Wanken gekommen. Gestern ist ein kleines Whippetmädchen gestorben. 4 Monate durfte Amba nur alt werden. Bei einem Spaziergang auf einem Feldweg war Rattengift gestreut – und das kleine Whippchen verstarb binnen 5 Minuten in den Armen seines Frauchens Diana. Die Nachricht schlug unter uns Whippetleuten ein wie eine Bombe – diesmal hat es einen von uns getroffen…was nicht sein durfte ist jetzt doch passiert! Unsere Community ist schwer erschüttert!

Der Schock sitzt tief – noch dazu wo es einen Tag vorher eine Diskussion bezüglich Vergiftungen und Maulkorb auf Facebook gegeben hat. Und wo ich den Standpunkt vertreten habe und noch immer vertrete, dass ein Mauli noch immer der wirksamste Schutz gegen das ungewollte Aufnehmen von Essbarem bei Hunden ist.  Ich muss gestehen, ich war früher auch so eine, die des Maulkorbs Sinn darin sah, dass er bei einem Coursing oder Rennen getragen werden muss – eben aus Sicherheitsgründen, damit sich die Hunde beim Kill nicht gegenseitig in der Hitze des Gefechtes verletzen.  Doch als wir vor 1,5 Jahren anfingen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, wo der Maulkob obligat und ein MUSS ist, wurde auch Lucky im Alltag einer verpasst. Zuerst war er mehr als unwillig doch binnen weniger Tage war er das Ding gewohnt und lief damit ganz normal.
Dann habe ich begonnen bei Spaziergängen auf der Donauinsel ihm den Mauli anzuziehen – aus Angst, er könnte dort etwas fressen was ihm nicht gut tut bzw. auch Gift erwischen. Denn auf unserer „Insel“ hat es schon mehrmals feige Anschläge gegeben, erst wieder in den letzten Tagen war von einem Attentat in Langenzersdorf die Rede.

Als es uns arbeitstechnisch auf die Donau verschlug und wir nun täglich entlang am Ufer spazieren – anfangs noch ohne Mauli – fiel mir auf, dass dort die Leute ohne Hemmungen Enten, Schwäne, Möwen und Tauben fütterten. Da werden kiloweise Brot und Gebäck entleert und erst vorige Woche war ich baff vor so viel Dummheit – da hat doch tatsächlich jemand zwei Dosen Marillenkompott ausgeleert für die Vögel – die haben es allerdings nicht gefressen. Mittlerweile wurden Schilder mit dem Hinweis „Bitte füttere uns nicht“ aufgestellt und auch die Gründe warum man es nicht tun sollte, wurden darauf erläutert. Hilft es? Natürlich nicht, es wird munter weiter was das Zeug hält in die Schnäbel der Federntiere gestopft.  Anscheinend kann niemand lesen – so kommt es mir vor.  Als ich diese Fütterungsorgien die ersten zwei Tage beobachtete war mir klar, hier ist Mauli Pflicht! Denn wer weiß was Lucky da fressen könnte.

Mittlerweile läuft Lucky nur mehr mit Mauli. Aufgrund der täglichen Meldungen, die mir via Zeitung und FB zugänglich gemacht werden, ist es mir wichtig. Denn lieber einen Hund mit Beißkorb als einen toten Hund. Da gibt es kein Nachdenken. Es ist für mich die einzige Alternative! Punkt. Aus! Nebenbei bemerkt läuft er genauso fröhlich herum wie ohne Mauli.

Ich habe anfangs Luckys Rennmaulkorb aus Plastik verwendet – doch dieser hat den Nachteil, dass er zu grob ist und er sehr wohl schlecken und Dinge sich hineinziehen kann. Man denke nur an die Killszenen, wenn der Hund den Hasen durch den Beißkob festhält!


Lucky mit seinem Plastik-Rennmaulkorb

Dann fiel mir ein, ich habe noch einen, den ich vor Jahren bei Fressnapf erstanden habe – der ist viel besser, hat er doch innen noch ein zweites Gitter, wo eine unerwünschte Nahrungsaufnahme bzw. aufschlecken eigentlich unmöglich gemacht wird! Kommentare von Freunden, warum ich denn nicht den Rennmaulkorb verwende , den es doch auch noch in verschiedenen Farben geben würde (ist ja viel chicer), rangen mir nur ein müdes Lächeln ab. Was habe ich von Farbe am Maulkorb wenn mein Hund trotzdem was fressen kann? Nichts! Also pfeifen wir auf Mode, Farbe etc. und Lucky läuft mit Modell Fressnapf! Ihm ist es egal – ehrlich, denn glaubt einer, Lucky macht sich was aus Modetrends? Sicher nicht! Auch das Argument, der Hund könne dann keine Mimik mehr haben, brachte mich zum Schmunzeln. Der Mauli ist nicht angeklebt am Gesicht und an der Schnauze (Lucky kann damit sogar herzhaft gähnen) und er kann damit auch die Stirn in Falten legen wenn ihm etwas suspekt  vorkommt. Also ist das keine Ausrede keinen Mauli anzuziehen. Es gibt keine Ausrede! 


Mauli Modell Fressnapf - oben sieht man das zweite Gitter sehr deutlich

Übrigens verlangt das auch das Gesetz – Maulkorb oder Leine, das nur nebenbei erwähnt.

Ich kann mich so gut erinnern, als Lucky so alt wie die kleine Amba war, der ein feiger Hundemörder das Leben nahm. Er nahm damals alles, aber auch wirklich alles in sein kleines Mäulchen – „Spuck aus“ war das erste Kommando, das er lernte und ich denke, er glaubte damals, sein Name wäre „Spuck aus“! In diesem Alter sind sie einfach überall dran. Ich habe auch nie daran gedacht, dass er etwas aufnehmen könnte, was ihn töten würde. Genauso wenig wie das Frauchen von Amba daran dachte. Noch dazu wenn man auf einem Feldweg spaziert. Nein, daran würde keiner von uns denken.

Es hat einen von uns getroffen. Bitte lasst nicht zu, dass es nochmals passiert. Die feigen Anschläge mehren sich, es gibt sicher viele Nachahmungstäter, die durch die Zeitungsberichte erst auf die Idee gebracht werden, es auch zu tun, Hundehasser gibt es genug, gebt ihnen keine Chance! Mit einem Maulkorb könnt ihr das Leben Eures/Eurer Hund(e) retten! Macht es euren vierbeinigen Freunden zuliebe.

Wir wünschen auf diesem Wege Diana viel Kraft um den sinnlosen Tod der kleinen Amba zu verarbeiten. Ehrlich gesagt, ich wüsste nicht, was passiert, wenn Lucky etwas derartiges passiert, ich glaube, ich würde den Verstand aus Kummer verlieren…

Gute Reise kleine Amba und habe es fein dort in dem fernen Land hinter der Regenbogenbrücke.



Auch haben wir heute erfahren, dass sich in Osttirol ebenfalls eine feiger Vergiftungsanschlag auf einen Whippet ereignet hat – auch auf diesem Wege die besten Wünsche für Baron, der um sein Leben kämpft. wir drücken die Daumen und Daumenkrallen.




Es ist so schrecklich traurig! Passt gut auf Eure Hunde auf!